Auf einer Lichtung bei Nacht stehen zwei Männer und eine Frau, alle
in dunklen Klamotten. Einer der Männer ist mit dicken braunen Seilen
an einen Baum gebunden und schreit laut vor heftigen Schmerzen, dass
seine Stimme schrill durch den Wald schallt. Der andere Mann hält
der Frau eine Zange hin. Der Zangenkopf ist aus dunklen Metall und
schon halb verrostet, die Griffe sind aus rotem Plastik. Die Frau zögert
kurz, nimmt dann aber entschlossen die Zange und ihre eben
schüchternen Augen fangen an zu leuchten. Sie nähert sich mit ihren
vollen roten Lippen, ihrem sanften, spitzen weißen Gesicht den
Lippen des an den Baum gefesselten Mannes, küsst ihn vorsichtig, als
er erwidert fester und lustvoll. Dann zieht sie ihr Gesicht plötzlich
zurück, umfasst mit ihrer linken Hand seinen Kiefer, hält ihn fest,
steckt die Zange in seinen Mund und packt mit ihr seine Zunge. Sie
drück feste zu und ihr Blick schreit vor tiefer Lust und Gier, als
er laut weinend und schmerzverzerrt zu schreien beginnt. Sie zieht
fester an der Zange, bis sie endlich die Zunge aus dem Mund des
Mannes reißt. Seine Augen sind wie die eines Wahnsinnigen
aufgerissen, er will erneut schreien, aber kein Ton entspringt seinem
Mund. Der dritte Mann lächelt voll Genugtuung, als er sieht, wie die
Frau vollkommen entfesselt ihre ganze Freiheit und Macht spürend
zuerst mit dem verrosteten Metall der Zange auf des gefesselten
Gesicht einschlägt, ihm dann die Augen mit ihren Finger aussticht,
dass ihre Hände und Arme bald blutüberströmt im Mondscheinlicht
dunkelrot schimmern und sie ihn schließlich, mit Fäusten, Knien und
der tödlich mit ihren Händen sehnsüchtig und gierig umfassten
Zange, als wollte sie sie nie wieder verlieren, den Mann zu Tode
prügelt, bis sein Leichnam leblosen in den Seilen hängt. Sie reißt
nochmals sein entstelltes Gesicht an ihres heran, fühlt den
gebrochenen Kiefer, sieht die leeren, kaputten Augen, die selbst
nichts mehr sehen und zwingt den toten Lippen einen Kuss auf, den sie
genießt, wie sie noch nie in ihrem Leben etwas genossen hat. Die
Vögel die nachts in ihren Bäumen sitzen und das Mondscheinlicht
genießen stimmen gemeinsam ein Lied an:
Über
allen Wipfeln ist Ruh
In
den Gipfeln spürst du
Kaum
einen Hauch.
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