Du stehst am weiten im Sturm empörten Meere. Die Natur ist in
stürmischer Bewegung; Hell-dunkel durch drohende schwarze
Gewitterwolken; ungeheure nackte, herabhängende Felsen, welche durch
ihre Verschränkung die Aussicht verschließen; rauschende,
schäumende Gewässer. Häuserhohe Wellen steigen und sinken
gewaltsam gegen schroffe Uferklippen geschlagen, spritzen sie den
Schaum hoch in die Luft, der Sturm heult, das Meer brüllt, Blitze
aus schwarzen Wolken zucken, Donnerschläge übertönen Sturm und
Meer und Wehklage der durch die Schluchten streichelnden Luft. Und
wie du dort stehst wird dir das verschwindende Nichts, dass du bist
schmerzlich bewusst. Die ganze Nichtigkeit deiner Individualität
trifft dich, wie der noch eben ohrenbetäubende Donnerschlag des dich
umschließenden Gewitters. Die Größe, Zerstörungswut und -kraft
der Natur, hält dich in den Händen, du bist ihr preisgegeben,
abhängig und hilflos. Aber was hab ich zu verlieren, als das mir
gerade jetzt bewusstwerdende nichtige Dasein als Individuum, wenn ich
als Ausgleich für wenige Augenblicke Träger dieses Anblicks sein
kann?
Oh je, ja, 7:30 Uhr, das ist auch immer so die Uhrzeit wo ich beschließe mich an meinen Laptop zu setzen und zu bloggen, da ich eh nicht einschlafen werde. Mit einer Tasse Kaffee (auf die am selben Tag meistens noch fünf weitere folgen).
AntwortenLöschenGedanken sind manchmal lauter als furchteinflößende tickende Wanduhren. Und manchmal ist es die Stille, die lauter sein kann als die Gedanken. Na ja, und manchmal ist es alles auf einmal.
Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, immerhin hast du einen guten Punkt getroffen. Niemand hat Zeit zum Essen. Das war sicher nicht witzig gemeint, doch ich fand es ganz amüsant.
Für mich ist es schwer einzuschätzen ob ich Hilfe brauche, aber eigentlich brauchen wir doch alle Hilfe, nicht?
Es ist mal wieder einer dieser schlaflosen Nächte, es macht Spaß sich durch deinen Blog zu lesen.
Komm gut durch die Nacht.
Alles Liebe