Ich sitze in einem großen Zelt. Eine bunte Discokugel dreht sich
schnell und erzeugt ein unruhiges Bild. Meine Gedanken fliegen hin
und her geworfen vom Takt der neben mir spielenden Gitarre. Der Rauch
meiner Zigarette streichelt zärtlich an die Zeltdecke aufsteigend
mein Gesicht, während Rotwein meine Lippen, Zunge und Kehle benetzt.
Ich weiß, was ich tue, ich bin mir allem bewusst, ich weiß, was ich
tue, dass es verboten ist. Aber was ist ein Gebot als ein Zeichen
einer – vielleicht bald vergangenen – Zeit. Dennoch wird mir
schwindelig, die heftig hervor strömenden Wörter, meines Kopfes
sprudeln schneller werdend, drängen auf Papier gebracht zu werden
und mir wird übel. Will ich mich schlafen legen? Nein, ich stehe
auf, bewege mich langsam rasend werdend durch das Zelt. „Was ist?“
Ich antworte nicht und trinke noch einen Schluck. Es macht es
schlimmer. Vernebelt, düster und unklar werden meine Gedanken. Ist
das Rausch? Wo ist die Musik? Macht die Lichter aus! Zündet Kerzen
an! Wo ist sie? Dann sinke ich stumm zu Boden. Ich wollte zu
Boden sinken.
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