Ringsherum liegt alles in Schutt und Asche. Einige zerstörte und in
Flammen stehende Gebäude in der Ecke, Kaputte Autos auf den Straßen
und die letzten Gestalten ziehen ihre Masken ab und laufen mit
todmüden Augen, gesenktem Kopf und leerem Blicke die ansonsten
verlassenen, traurig und düster wirkenden Straße herunter und der
eben noch in heller Euphorie bebender Platz bleibt einsam und
bedrückend zurück. Bis auf zwei Menschen, die sich aus zwei
entgegengesetzten Seiten langsam näherkommen. Sie beide schwarz
gekleidet. Kurze schwarze Haare, in einem zerrissenen schwarzen
Kleid, kommt sich vorsichtig tastend und über die Trümmern laufend
einer der beiden von links. In engen Hosen, mit zerrissenem Hemd und
langen brauen Haaren kommt der andere der beiden von rechts. Sie
treffen sich in der Mitte strecken ihre Hände nacheinander aus,
zunächst nur die Haut ihrer Fingerspitzen, dann beide Hände
berühren sich vorsichtig und sehnsüchtig. Sie fassen sich sanft
halb auf den Hals, halb an die Wangen und ihre Körper kommen sich
zitternd immer näher, bis sie sich endlich beinah bebend aneinander
drücken. Ihre Gesichter kommen sich näher, beinah unerträglich
halten sie sich kurz auf Abstand, um den Moment herauszuzögern, als
würden sie sich fürchten, weil sie etwas verbotenes, fremdes und
gefährliches tun, bis sich ihre Lippen endlich und heftig, feste,
alle Angst und Zurückhaltung fortwerfend aufeinander pressen.
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