Mittwoch, 1. Juni 2016

Liegen verschieben (Freiraum, Versuchung, Verantwortung)



Habe seit einiger Zeit angefangen meine Tage zu kategorisieren, in Tage A und Tage B. Tage an denen ich Zeit habe und Tage an denen ich keine Zeit habe. Tage mit Freiraum und Tage ohne. Also in „gute“ Tage und „schlechte“ Tage, Tage an denen ich zu verzweifeln scheine, Tage an denen ich tanze – vor Ruhe, vor Zeit – für mich. Und dann denke ich mir, ich müsse die Tage ohne Zeit, ohne Freiraum nur ab und zu durchstehen, um dann wieder frei zu sein. Doch immer wieder die Versuchung:

Liegen bleiben
Bleistiftmiene verbiegen
Verkriechen – verschieben
Lieben und Fliegen
Von Sonnenstrahlen angetrieben
Nichts zu tun.

Doch nichts ist unbefriedigender, als sich Zeit zu schaffen, wo keine ist. Sich hinzulegen, wo eigentlich Eisenspitzen aus Aufgaben und Verantwortung das liegen verschieben.

4 Kommentare:

  1. ??? vielleicht bin ich ein bisschen zu sprachlos. Wie gut kannst du bitte Dinge verbildlichen!?

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  2. ok, der Kommentar war seltsam. Ich wollt damit sagen, dass ich den Text sehr gut finde!

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  3. ok, der Kommentar war seltsam. Ich wollt damit sagen, dass ich den Text sehr gut finde!

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  4. ??? vielleicht bin ich ein bisschen zu sprachlos. Wie gut kannst du bitte Dinge verbildlichen!?

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