„Die Selbstentsagung und die Entsagung des Lebens und aller
menschlichen Bedürfnisse, ist ihr Hauptsatz. Je weniger du ißt, trinkst, Bücher
kaufst, in das Theater, auf den Ball, zum Wirtshaus gehst, denkst, liebst,
theoretisierst, singst, malst, [] etc., umso [mehr] sparst du, um so größer
wird dein Schatz, den weder Motten noch Raub fressen, dein Kapital. Je weniger du bist,
je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so größer ist dein entäußertes
Leben, um so mehr speicherst du auf von deinem entfremdeten Wesen.“
Und weiter…
„Alles, was dir der Nationalökonom an Leben nimmt und an
Menschheit, das alles ersetzt er dir in Geld
und Reichtum, und alles das, was
du nicht kannst, das kann dein Geld: Es kann essen, trinken, auf den Ball, ins
Theater gehen, es weiß sich die Kunst, die Gelehrsamkeit, die historischen
Seltenheiten, die politische Macht, es kann reisen, es kann dir das alles aneignen; es kann alles kaufen; es ist das wahre
Vermögen. Aber es, was all dies ist,
es mag nichts als sich selbst
schaffen, sich selbst kaufen…“
Letztlich…
„…denn alles andre ist ja sein Knecht, und wenn ich den
Herrn habe, habe ich den Knecht und brauche ich seinen Knecht nicht. Alle
Leidenschaften und alle Tätigkeit muß also untergehn in der Habsucht. Der Arbeiter darf nur soviel
haben, daß [er] leben will, und darf nur leben wollen, um zu haben.“ – Karl Marx:
„Ökonomisch-philosophische Manuskripte“ (1844), Marx-Engels Werke Band 40, S.
149 – S. 150
Ein schöner Ausschnitt!
AntwortenLöschenEin schöner Ausschnitt!
AntwortenLöschen