Freitag, 4. März 2016

Kapitel 2: Die Lichtung (Teil 1)


Als die Geschichte zu Ende erzählt war, tranken die beiden noch ihren Tee aus, aßen die übrigen Früchte und machten sich auf den Weg, Julés nach Hause zu bringen. Normalerweise ging Julés den Weg alleine, aber Julés meinte es wäre schön noch ein Stück zu spazieren. Sie gingen also durch die Tür nach draußen und an die frische, leicht kühle Spätsommerluft. Es fing schon an dunkel zu werden, die Sonne war über den Hausdächern kaum noch zu sehen und der Himmel war getränkt in einem schön anzusehenden Rosa. „Komm, ich zeig dir noch was“ meinte Julés und nahm Friis bei der Hand. Zu zweit gingen sie zuerst die Straße, dann einen Feldweg entlang aus dem Dorf und Richtung Wald. Hier außerhalb der Häuser war es noch etwas kälter und die Sonne war nun ganz verschwunden, nur die letzten Strahlen brachen noch durch den am Horizont leicht bewölkten Himmel hindurch, aber die beiden liefen dicht beieinander und so war ihnen gar kuschlig und warm. Das Gras auf den Feldern wehte im leichten Wind und der immer näher kommende Wald hatte beinahe etwas Bedrohliches an sich. „Wo gehen wir hin?“ „Psst. Es ist so schön ruhig gerad, nicht mal die Vögel oder die Grillen machen einen Ton. Warte nur ab.“ Als sie den Wald betraten und die trockenen Zweige und ersten Laubblätter unter ihren Füßen raschelten wurde es ganz finster und Friis rückte noch ein Stück näher an Julés heran. Julés wusste wohl genau, wo es lang ging, und zu zweit machten sie ihren Weg durch die dicht stehenden Bäume und Sträucher hindurch. 
Und dann plötzlich staunte Friis. So, dass Mund und Augen weit offen blieben (ein Glück, dass alle Fliegen schon schlafen waren, sonst wären sie sicher in Friis Mund geflogen, so weit offen stand er).

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