Montag, 21. März 2016

Kapitel 3: Ein zweiter Spaziergang (Teil 1)


Als sie beide zu Hause angekommen waren, die Nacht war jetzt vollständig hereingebrochen, es war wohl kurz vor Mitternacht, dachten sie jeder für sich über den Abend und die Lichtung nach. Vor allem dachte Friis über das nach, was Julés gesagt hatte: Ein Vogel sein? Fort fliegen? Und dann? Was würde aus Julés Vater? Vielleicht hatte Julés sich das alles ein bisschen zu einfach vorgestellt. Einfach losfliegen? Was würde aus mir? Was würde aus gemeinsam im Wohnzimmer sitzen und frisch gepflückte Früchte essen? Was aus… Je mehr Friis darüber nachdachte, desto mehr fühlt Friis einen Schmerz irgendwo in der Brust (So ein Schmerz war das, den man nicht genau bestimmen kann. Man hat sich nicht weh getan, er ist einfach da, du weißt nicht genau wo, oder woher er kommt). Vielleicht war es Angst. Angst Julés wäre eines Tages einfach fort? Nein… Friis beschloss schließlich nicht weiter darüber nachzudenken,  ging ans Fenster und schaute in die Richtung, in der Julés Haus stand (sehen konnte man es nicht, dafür wohnten sie doch zu weit auseinander) und überlegte, an was Julés wohl gerade dachte.


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