Dienstag, 28. Juni 2016

Getagged

Hey, ich wurde von Novelist getagget. Hab mich total gefreut, vor allem von ihr, da ich sie als Bloggerin sehr bewundere :) Also schaut auf jeden Fall mal auf ihrem Blog vorbei ;)

Mit Regel und so Spielen hab ich es nicht so, deswegen hier etwas abgewandelt:
Ihr könnt mitmachen oder nicht, Blogs, die euch besonders interessieren könnt ihr nominieren, ansonsten ist jede_r herzlich eingeladen meine Fragen zu beantworten und oder 11 neue Fragen zu stellen.

Ich selbst werde nur einen Blog direkt nominieren, aber mich total freuen, wenn Novelist meine Fragen zurückbeantwortet :)
Den Blog, den ich nominiere ist Überflüssiges Gedankengut von Liesl, eine sehr liebe Bloggerin, von der ich hoffe mal wieder etwas zu hören. Außerdem Grüße ich Meike, dich ich etwas vermisse.


So jetzt aber die Fragen von Novelist:
1. Welche Serien/Filme sollte ich mir unbedingt anschauen und warum?
Oha, so Fragen, kann Mensch doch nicht stellen, ich könnte da zwei Seiten Begründung zu jedem Film schreiben. Aber um die Möglichkeit zu erhöhen, dass sich jemand wirklich einen Film ansieht hier nur ein Vorschlag:
"Pleassantville" von Garry Ross von 1988. Er Thematisiert unglaublich schön und zum Teil auch wunderbar subtil Themen wie Veränderung, Diskriminierung, Liebe, autoritäre Gruppendynamiken und Selbstberwusstsein. Solltest du/ solltet ihr den Film mal gucken, stellt euch mal am Ende die Frage, ob wir nicht eigentlich in Pleasantville leben.
2. Wie hast du deine Passion zum schreiben gefunden?
Durch Philipp, der mir einmal sagte: "Werd mal kreativ, ich geb dir einen Monat um was zu schreiben", durch Meike, die mir irgendwann vorschlug zu bloggen und durch unglaublich inspirierende Texte (Büchner, Kafka, Brecht...), postive Rückmeldung von meinen Freunden, aber auch von anderen Blogger_Innen
3. In welchem Moment warst du sehr stolz auf dich, weil du etwas erreicht hast, was dir sehr viel bedeutet?
Mir fällt da gerade tatsächlich nichts ein... Jedenfalls nichts, dass mir gerade etwas bedeutet. Ich glaube, wenn mein Märchen endlich fertig ist, werde ich sehr stolz sein, denn das bedeutet mir viel. Auf unsere Band und unsere Songs bin ich auch oft stolz.
4. Wonach bist du süchtig?
Ich hab angefangen zu rauchen, wobei es mir momentan vor allem Spaß macht... Ansonsten nach Musik und schreiben. In Nepal konnte ich ganz lange keine Musik machen, dass hat mich sehr deprimiert. Ansonsten von Nähe zu Menschen. Auch das hat mir in Nepal sehr gefehlt.
5. Übst du ein ehrenamtliches Amt aus? Welches? Warum?/ Warum nicht?
Ich bin beim BDP (Bund Deutscher Pfadfinder_Innen) im Vorstand und auch außerhalb des Vorstandes sehr aktiv. Warum? Erstmal der BDP hat wenig mit Pfadfindern und noch weniger mit "Deutschland" oder "Bund" zu tun (ehr mit dessen Negation :P). Wir machen tolle Projekte/ Fahrten, eine unglaublich wichtige politische Bildung und versuchen dazu anzuregen die Gesellschaft kritisch zu hinterfragen. Aber vor allem habe ich noch nirgendwo so viele tolle Menschen auf einem Fleck getroffen. Der BDP hat mich unvorstellbar bereichert.
6. Was willst du deinen eventuell später mal lebenden Kinder unbedingt mitgeben?
Hinterfrage alles. Sei Kritisch. Hab Spaß. Setzt dich über Regeln hinweg. Don't regret. Und versuche dein Leben zu leben und nicht, ein Leben, dass dir irgendwas oder irgendwer vorgibt.
7. (Weil ich die Frage so unglaublich toll finde) Wann war das letzte Mal, dass du etwas zum ersten Mal gemacht hast? Was war das?
Ich bin heute das ertse Mal in einem Rock rumgelaufen und sogar in die Uni gegangen. Das habe ich mich lange nicht getraut. (Ich finde das wichtig um zu zeigen, dass Kleidung, Style und noch vieles mehr nichts mit deinem biologischem Geschecht zu tun hat!)
8. Glaubst du? (An Gott/ eine höhere Macht/ etwas anderes)
Nein. Du bist du und bist nicht determiniert, oder beeinflusst. Das ist wichtig zu verstehen.
9. Was hast du heute gemacht?
Uni, duschen/ aufräumen/ spühlen, mit Flora gekocht/ Musik gehört/ Gitarre gespielt/ im Bett gelegen, mit meinem Vater eine Vorlesung angeguckt, eine Uniaufgabe gemacht, diesen Post hier fertiggestellt
10. Stell dein Handy (ein anderes Gerät von dem deine Musik abgespielt werden kann) auf shuffle und schreibe die ersten drei Lieder auf.
Haha, voll lustig :D
1. Coffeeshoppers: Runaway Kids (Das ist ein Song von meiner Band, der noch nicht veröffentlich ist :D)
2. Arctic Monkeys: The Fake Tales of San Francisco
3. Iron Maiden: The Trooper
(Schade, hab gehofft es wären spannendere Sachen dabei gewesen :D)
11. Was waren deine letzten Wort, die du gesagt hast?
Schonmal mit Alkohol versucht? Das betäubt.
(Mein Mitbewohner hat Zahnschmerzen) 

und hier meine Fragen:
1. Was magst du an deinem Leben?
2. Wenn du dir völlig utopisch dein perfektes Leben vorstellst, also losgelöst von allen Zwängen. Wie stellst du dir dein Leben vor?
3. Bist du gerade verliebt?
4. Ein Lied, ein Buch, ein Film:
5. Deutschland im Finale oder ein schöner Abend mit Freunden am Waldesrand mit Rotwein, und Giatrrenmusik?
6. Hast du einen Traum, den du dich nicht traust anzugehen?
7.  Wann hasst du dich manchmal?
8. Wieso machst du Dinge, die du eigentlich nicht machen willst?
9. Sparst du Zeit, und wofür sparst du sie?
10. Wenn es einen Film über dein Leben gäbe, würdest du ihn anschauen, würde er dich faszinieren?
11. 8,50€ für eine Stunde auf der Arbeit - was würdest du zahlen für eine Stunde an einem sonnigen Tag im Park?




Montag, 27. Juni 2016

So geht es mir gerade/ Zwei Dinge, die mich aktuell beschäftigen

Ich mache nichts und bin überall.

Das ich es dir nicht persöhnlich sagen kann ist Ausdruck meines Leidens, das ich in deiner Nähe empfinde

Donnerstag, 23. Juni 2016

Kapitel 7: Elpída



Doch dann, noch bevor Friis das Gleichgewicht verlor oder gar hinabstürzte und so, dass Friis sich noch fing und am Rande des Felsen wieder zum Stehen kam, tauchte direkt vor Friis schweben ein Gesicht auf. Wieder war es beinah durchsichtig und wirkte wie das Bild eines alten Projektors in den Mist des sprühenden Wasser projiziert. Doch am komischsten erschien Friis, dass es wechselhaft die Züge all der Menschen annahm, die Friis am nächsten standen: Mal waren Friis Großeltern zu erkennen, dann Julés, alte Freunde (die Friis noch von früher kannte), Julés Vater, Friis eigene Eltern und bald wieder Julés - doch genauso schnell wieder jemand anders. Langsam formte sich unter dem Gesicht ein Körper, der zunächst ähnlich wie das Gesicht und Zília verschwommen und durchsichtig wirkte, doch nun immer festere und klarere Gestalt annahm, bis endlich zunächst vor Friis, dann langsam um Friis herum schweben, ein Mensch zu erkennen war. Er stellte sich hinter Friis auf den Felsen. Sein Gesicht kam Friis nun nicht mehr bekannt vor, aber die Gestalt lächelte freundlich und Friis merkte sofort, wie endlich, seit dem Besuch der Lichtung zusammen mit Julés, Friis sich das erste Mal wieder wohlig fühlte. „Hallo Friis. Mein Name ist Elpída. Bevor wir weiter reden, reich mir doch deine Hand und komm ein Stück weg von dem Rand des Felsens. Du machst einem ja gar Angst.“, mit diesen Worten reichte Elpída Friis eine Hand, Friis ergriff sie und zusammen gingen sie ans Ufer. Denn ihr müsst wissen, wenn euch jemand sagt ‚redet nicht mit Fremden‘, dann sage ich euch: ‚redet mit Fremden‘, solange ihr euch dabei wohl fühlt, denn man hat das so im Gespür, ob man sich bei etwas wohlig fühlt oder nicht. Und in diesem Moment fühlt Friis sich - zwar nicht wohl, denn alle Gedanken drehten sich immer noch wie verrückt vor Eifersucht und Ängsten um Julés - doch zumindest geborgen und beschützt. Und als Friis dies merkte, stiegen plötzlich heftige und schwere Tränen die Augen hoch und Friis begann zu weinen, weil Friis sich zum ersten Mal, seit dem Gespräch mit Zília dazu in der Lage führte, weil Friis zum ersten Mal nicht mehr nur von glühender Angst ergriffen war, sondern auch ein Funke Hoffnung sah. Elpída nahm Friis in den Arm und legte Friis dann an einen moosbewachsenen Baum. Friis spürte plötzlich, wie müde und schwer sich doch alles anfühlte und das die Zeit und das viele Laufen sicher anstrengender war, als man es in der Aufregung wahrnimmt. Auch Elpída merkte, dass es für Friis Zeit war, sich auszuruhen. So küsste Elpída langsam und vorsichtig Friis Stirn und Friis schlief ein. „Ich wünsche dir einen traumlosen und festen schlaf, erhol dich gut.“ Dann legte Elpída noch eine rote Schriftrolle - verschlossen mit einen blauen Wachssiegel in der Form einer Rose - in Friis Schoß, schaute noch eine Weile über den Fluss und Friis in die geschlossenen Augen, drehte sich dann um und verschwand in die sich langsam aufhellende Nacht. „Ließ und du wirst vieles verstehen. Ich wünschte ich könnte dich noch einmal wiedersehen.“

Dienstag, 21. Juni 2016

Epilog - Momos Monolag einer noch nicht geschriebenen Tragödie



Momo: „So sagte ich mir stehst: eines Tages würde ich Selbstmord begehen. Mit einer Flasche Rotwein, die ich mir leisten, dann leergetrunken zerschlagen würde und an ihren Scherben mich verbluten ließe. Doch Selbstmord beging ich nicht. Ich beging Fremdenmord – an der einzigen Person, die ich liebte. Sie rieten mir steht’s zu Nächstenliebe, doch ich hielt es eher mit Fremdenhass - dem Hass der Fremden wegen. Und zuletzt beging ich Nächstenmord, an der einzigen Person, die ich liebte.
Der einzigen Person, die ich liebte“

Sonntag, 19. Juni 2016

Zitat: Bedürfnis des Menschen - Bedürfnis des Geldes



„Die Selbstentsagung und die Entsagung des Lebens und aller menschlichen Bedürfnisse, ist ihr Hauptsatz. Je weniger du ißt, trinkst, Bücher kaufst, in das Theater, auf den Ball, zum Wirtshaus gehst, denkst, liebst, theoretisierst, singst, malst, [] etc., umso [mehr] sparst du, um so größer wird dein Schatz, den weder Motten noch Raub fressen, dein Kapital. Je weniger du bist, je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so größer ist dein entäußertes Leben, um so mehr speicherst du auf von deinem entfremdeten Wesen.“ 

Und weiter…

„Alles, was dir der Nationalökonom an Leben nimmt und an Menschheit, das alles ersetzt er dir in Geld und Reichtum, und alles das, was du nicht kannst, das kann dein Geld: Es kann essen, trinken, auf den Ball, ins Theater gehen, es weiß sich die Kunst, die Gelehrsamkeit, die historischen Seltenheiten, die politische Macht, es kann reisen, es kann dir das alles aneignen; es kann alles kaufen; es ist das wahre Vermögen. Aber es, was all dies ist, es mag nichts als sich selbst schaffen, sich selbst kaufen…“

Letztlich…

„…denn alles andre ist ja sein Knecht, und wenn ich den Herrn habe, habe ich den Knecht und brauche ich seinen Knecht nicht. Alle Leidenschaften und alle Tätigkeit muß also untergehn in der Habsucht. Der Arbeiter darf nur soviel haben, daß [er] leben will, und darf nur leben wollen, um zu haben.“ – Karl Marx: „Ökonomisch-philosophische Manuskripte“ (1844), Marx-Engels Werke Band 40, S. 149 – S. 150

Montag, 13. Juni 2016

Different


I
try
to be different
anyway
But some
may say
it's ok to stay
the same.
Times
at night
I feel I like to
cry
But they say smile
is nice
just that nice is not my
kind

Dienstag, 7. Juni 2016

Kapitel 6: Zília (Teil 3)



Zunächst stand Friis wie angewurzelt einfach nur da, bis Friis von diesem unbeschreiblichen Schmerz benebelt mit leerem Blicke in die Richtung zu laufen begann, in die Zília zuletzt gezeigt hatte. Ein schrecklicher Gedanke jagte den anderen. Es ist wohl unnötig diese Gefühle zu beschreiben, ihr kennt es sicher allzu gut, wenn jemand, den ihr sehr Dolle mögt - ja sogar liebt - euch verlässt. Und wie schmerzvoll dann bloß der Gedanke daran ist, dass jemand fremdes deinen Platz eingenommen hat. Was Friis da fühlte, war Eifersucht. Aber nicht nur das, auch ein Gefühl schwach und nicht genug zu sein, versagt zu haben. Friis fühlte sich leer, das Blut in Friis Adern musste zu Säure geworden sein, anders konnte sich Friis dieses schreckliche brennen, das den ganzen Körper ergriff nicht erklären. Friis wusste nicht wohin und selbst wenn, nicht wozu. Alle Energie, alle Freunde, alle Kraft, schien mit den Worten „wie Julés Floré einen Kuss gab“ endgültig fort zu sein. Endgültig. Es war Endgültig dachte sich Friis. Mittlerweile war Friis an einen reißenden Fluss gekommen, es war immer noch dunkel, auch wenn der Mond lange nicht mehr so hoch oben am Himmel stand, spiegelte sich dennoch sein verzerrtes Bild im Wasser. Friis schaut auf die Spiegelung im Wasser, wie der tosende Strom des Flusses das Bild des Mondes alle paar Sekunden erneut zerriss und schrecklich verzerrte. Friis trat ganz nahe an den Fluss heran und stand jetzt auf einem leicht herausragenden Felsen direkt über dem Wasser, hinter Friis der Wald, die Lichtung und noch weiter weg endlich das Dorf. In Friis Kopf war es nun leer, einfach nur noch leer. Friis schwankte etwas auf der Stelle, breitete links und rechts die Arme aus und dachte noch ein letztes Mal: „ob sich Julés wohl je so frei gefühlt hat…“. Dann ließ Friis, langsam den Körper nach vorne kippen.

Montag, 6. Juni 2016

Kapitel 6: Zília (Teil 2)


Und dann begann der Geist Julés‘ Erscheinung zu sprechen: „Friis. Habe ich dich erschreckt? Wenn ja, dann tut es mir Leid, das war nicht meine Absicht. Das Bild Julés‘ hatte ich angenommen um dir eine Freude zu machen, verstehst du? Du hast Julés sicher schon ein bisschen vermisst, oder Angst Dinge könnten sich verändern die alle Jahre so schön waren. Nicht wahr?“ „W.. Wer B.. Bist du?“ brachte Friis stotternd hervor. „Ich bin Zília. Eine Art Geist, oder besser gesagt: Ein Gedanke. Du suchst Julés, richtig?“ „J.. Ja“, war Friis schüchterne Antwort, während Friis sich jetzt traute auf und dem Geist in die Augen zu blicken. Er sah jetzt gar nicht mehr aus wie Julés. Aber auch nicht mehr gruselig oder furchterregend, sondern eher, wie ein ganz normaler Mensch – ein schöner Mensch, wie Julés es war, nur das sein Lächeln auch etwas spöttisches, etwas überlegendes an sich hatte. „Friis. Ich weiß, wie sehr du Julés wahrscheinlich magst. Und du hast auch sicher Angst, so viel zu verlieren. So viele Momente, die sich nicht wiederholen würden. So viele Gespräche, die ihre nicht mehr zusammen führen könntet. Angst nie mehr zu sehen, wie Julés, Arme ausgebreitet im Mondscheinlicht über das Moos dieser Lichtung tanzt. Wenn du dir vorstellst, wie Julés aussieht, dann tut es doch bestimmt schon jetzt weh, zu wissen, dass ihr euch nicht wieder sehen werdet. Friis, ich habe Julés heute Nacht gesehen, wie Julés hier auf die Lichtung kam und dem Flötenspiel von Floré zuhörte. Floré ist ein sehr schöner Mensch, der gerne mit Flötenspiel und schönen Worten andere verführt. Die beiden unterhielten sich eine ganze Weile, bis sie zusammen die Lichtung durchschritten und in die andere Richtung – also nicht in Richtung des Dorfes – durch den Wald und in die Nacht hinein liefen. Das letzte, was ich von ihnen sah, war wie Julés Floré einen Kuss gab. Dann wurden beide von der Dunkelheit verschluckt.“ Als Zília diese Worte gesprochen hatte, löste sich der Geist auf und war verschwunden.