Donnerstag, 26. Mai 2016

Kapitel 5: Verschwunden (Teil 1)



Noch während Julés und Floré so durch die Felder, Wiesen und Wälder liefen und der Mond immer noch weit oben am Himmel stand - denn manchmal, wenn viel geschieht oder du ganz lange träumst, dann scheint die Nacht ewig anzudauern; wenn der Traum schön ist, dann ist es auch meistens gar wunderbar so lange Nächte zu erleben – wurde Friis plötzlich aus einem dieser Träume geweckte. Julés Vater stand ein blaues halblanges Kleid tragen in Friis Zimmertür. Er sah aus, als hätte er geweint, seine sonst so ordentlichen Haare hingen ihm in Strähnen ins Gesicht und ähnelten so, noch mehr als ohnehin schon, denen von Julés. Seine Wörter waren für Friis schwer verständlich, aber was zu verstehen war, reichte doch aus: Julés war fort. Julés Vater hatte nachsehen wollen, weil Julés nicht gute Nacht gesagt hatte und er sowieso nicht schlafen konnte, doch das Zimmer und Bett waren leer. Friss dachte nicht lange nach, zog sich einen dicken Wollpulli an, packte eine Tasche, mit etwas Wasser, einem Brot und ein Stück Käse, umarmte Julés Vater und verließ mit Tränen im Auge das Zimmer in dem Julés Vater sprachlos, weinend stand.  

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