Noch während
Julés und Floré so durch die Felder, Wiesen und Wälder liefen und der Mond immer
noch weit oben am Himmel stand - denn manchmal, wenn viel geschieht oder du
ganz lange träumst, dann scheint die Nacht ewig anzudauern; wenn der Traum
schön ist, dann ist es auch meistens gar wunderbar so lange Nächte zu erleben –
wurde Friis plötzlich aus einem dieser Träume geweckte. Julés Vater stand ein
blaues halblanges Kleid tragen in Friis Zimmertür. Er sah aus, als hätte er
geweint, seine sonst so ordentlichen Haare hingen ihm in Strähnen ins Gesicht
und ähnelten so, noch mehr als ohnehin schon, denen von Julés. Seine Wörter
waren für Friis schwer verständlich, aber was zu verstehen war, reichte doch
aus: Julés war fort. Julés Vater hatte nachsehen wollen, weil Julés nicht gute Nacht
gesagt hatte und er sowieso nicht schlafen konnte, doch das Zimmer und Bett waren
leer. Friss dachte nicht lange nach, zog sich einen dicken Wollpulli an, packte
eine Tasche, mit etwas Wasser, einem Brot und ein Stück Käse, umarmte Julés
Vater und verließ mit Tränen im Auge das Zimmer in dem Julés Vater sprachlos,
weinend stand.
traurig und schön zugleich!
AntwortenLöschentraurig und schön zugleich!
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