Mittwoch, 14. Oktober 2015

So rot, so fein (oder: "schon wieder")




Und dann habe ich es doch wieder getan. Weiß gar nicht wirklich wieso. Dabei war es doch so lange her. Vielleicht zwei Jahre, vielleicht nur eins. Und hier sitze ich, vielleicht zwei Minuten, vielleicht nur eine Minute später mit Stift in der Hand und Buch im Schoß liegend auf dem Bett meines kleinen Zimmers. Ja es macht mich fast lachend, wie neben mir aus meinem Handy die Stimme von Kurt Cobain klingt.
Was du wohl sprichst, wenn du’s siehst? An der gleichen Stelle, wie (fast) immer. So rot, so fein. Wieso ich es getan habe? – keine schlechte Frage. Aber ich weiß es ja selbst nicht. „Warum?“ Immer dieses „warum“! Du konntest es mir damals doch auch nicht sagen.
Es war so leicht. Ich kam in mein neues Zimmer und da lag es. So klein. Nicht mehr gebraucht, aber noch scharf. Und es tut ja erst nachher weh, wie man dann da so sitzt und Geschichten schreibt. Du wolltest ja mehr „echte“ Geschichten hören. Und schon wieder spannt sich ein Lächeln über mein Gesicht. Auch zu diesem Lächeln könnte ich die Frage „warum?“ nicht beantworten. Gibt ja nicht viel zum Lächeln.

Aber wieso so sarkastisch Jan?
Woher diese Ironie?
Was ist passiert, sag schon!?
Was ist los? Was passiert mit dir?
Wer bist du?

Ja, wer bin ich?


-26. September

3 Kommentare:

  1. Es ist doch gut sich selbst die Frage zu stellen, wer man ist.
    Das führt dazu, dass man reflektiert und daraus Schlüsse zieht - und somit wieder mehr zu der Person wird, die man werden möchte. Zumindest denke ich so darüber.

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  2. gut geschrieben! ich hoffe, dass du eine Antwort gefunden hast, oder finden wirst

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  3. Oh, das habe ich nicht gelesen, von dem her ist es zumindest kein Plagiat :D Nicht, dass mir mein Doktortitel auch noch abgesprochen wird :D

    Ich schreibe gerade nicht mega viel. Alle diese Texte sind in der ersten September Woche entstanden, dann habe ich sie abgetippt und jetzt veröffentlichen sie sich von selbst. :/

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