Freitag, 29. Mai 2015

Der Laubbaum

Das folgende Gedicht ist auf dem Pfingstzeltlager entsanden. 3 Kleine Mädchen wollten ein Gedicht über einen Laubbaum hören...



ein Laubbaum steht am Wegesrand
einsam, allein und unglücklich
seine Blätter hängen müd herunter
seine Rinde alt, rau und faltig

er vermisst die vielen Kinder:
die klettern hoch, weit hinauf
baumhaus bauend, singend lachend
picknick machend, zu Vogelzwitchern

heute steht er ganz allein
heute bleiben die kinder heim
haben alle besseres zu tun
sind zu „cool“ zum draußen spielen

schon jahre lang steht er nun
verlassen an dem wegesrand
seine blätter hängen müd herunter
seine rinde alt, rau und faltig

Doch eines Tages zeigt sich wieder
Eines kleinen Mädchens Gesicht
Drei Kinder spielen wieder
Ein Lachen zeigt nun sein Gesicht.

Jetzt ist er zwar noch älter
Bald schon zu alt für diese Welt
Doch noch einmal nicht allein
Kann er für immer Glücklich sein

Samstag, 9. Mai 2015

Die Gänseblümchenkönigin



Die Gänseblümchenkönigin
sitzt weiß umhüllt im weiten Wald
der Wiesen langsam tanzend zu
Gitarren klängn im Salsa Schritt

So zart, verletzlich, so leicht zerbrechlich
Tänzeln ihre dünnen Beine
Sich hin und her im warmen Wind.
Hör, im Takt die Vögel singen.

Es ist Bewunderung, die sie hasst.
Immer angestarrt, nie allein.
Von jung, von Alt, stets angegafft.
Ist Schönheit echt so fein?

Sonntag, 3. Mai 2015

Timeless



Rauchend am Auto stehen, die Gute-Nacht-Glut verbrennt langsam, orange-rot zu Scar Tissue aus Autoboxen. Vorher in kurzer Hose durch den Regen geschlendert, die Musik beinah passend zu dem Regentropfenplätschern, während das Lachen der Freunde in den leeren Straßen verhallt. Was macht einen schönen Tag aus? Gutes Wetter?  Gute Musik? Gute Ideen? Gute…? 
Kurzfilme, gefolgt von Kunstkino, Bandproben gefolgt von Parties, Alkohol gefolgt von Schlafen und Küssen im Dunkeln, im Bett. So zusammenhangslos perfekt. Zusammenhangslose Perfektion. Ein wirres Fliegen der Gedanken, bis Erleichterung sie zusammenpfriemelt zu einem Teppich aus Glücklicher Erwartung an das Kommende, statt mühsamem Warten begleitet von Ängsten:
Ich werde kein Schauspieler.
Ich werde kein Dichter.
Ich werde kein Musiker.
Alles verworfene Träume, die jetzt das Fallen erleichtern. Entspannung nennt sich das Ergebnis. Begleitet von neuen Träumen.
Und nach dieser Gute-Nacht-Glut mit 60 durch Hausen nach Hause. Alles so Zeitlos (erscheinend).