Mittwoch, 21. Januar 2015

Lange keine Tränen mehr



Ich kneife meine Augen, meine Lippen zusammen, versuche die Tränen zu unterdrücken. Eine durch die bereits feuchten Augen nur Schemenhaft wahrnehmbare Gestalt geht an mir vorbei, streift leicht meine Schulter und ist verschwunden. Mein Bein schmerzt. Bei jedem Schritt wie Bienenstiche. Oder Nadeln. Jetzt kommen sie doch, fließen über mein Gesicht, salzig in meinen Mund. Ich hätte nie gedacht, dass etwas so wehtun kann. Aber es ist nicht nur der Schmerz - die eisige Kälte, die Müdigkeit, einfach alles…

Der Bus war einfach weitergefahren, an meiner Haltestelle vorbei. – Der Arzttermin: verpasst – 20 Minuten länger laufen – Und diese Schmerz!

Die Leute laufen an mi vorbei, als wäre ich bloß Luft. Humpelnd „schleppe“ ich mich voran, frag mich warum alle zur Seite schauen, nicht erkennen, wie weh es tut. Aber was sollen sie machen? Nach Hause rennen, ein Auto holen und mich nach Hause fahren?!

1 Kommentar:

  1. (Haha, jetzt probiere ich zum dritten Mal hier einen Kommentar abzuschicken. Jedes Mal wird mein Kommentar nicht angezeigt, deswegen schreibe ich ihn dir jetzt zum dritten Ma. Ich entschuldige mich jetzt schon, wenn du jetzt für diesen Post drei Kommentare von mir hast.)

    Ich denke, dass jeder so sehr in seiner eigenen Welt ist, dass wir unsere Umwelt gar nicht richtig wahrnehmen. Jeder schwebt in seinen eigenen Gedanken und Problemen und 'ignoriert' die anderen und ihre Probleme und Gefühle. Würdest du zu einem weinenden, fremden Menschen hingehen und ihn fragen, ob er hilfe braucht oder ähnliches?

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