Mittwoch, 24. September 2014

Teil 2.2 einer kleinen Geschichte

Mit den neu hinzugekommenen finanziellen Sorgen, schleppte er sich, den Kopf immer weiter nach unter sinkend, den schmalen Weg an der Straße immer weiter entlang. Eingeengt, schienen seine Gedanken bedrängend ihm immer näher zu kommen; seine Arbeit, die er ursprünglich nur vorübergehend, später, wegen des Geldes, immer unlieber und mit zunehmender Lustlosigkeit verrichtete, die Angst vor seinem Chef, die Sorge um seine Beziehung zu seinem Haustier, die Gesellschaft, die immer weiter gerade ihn als Individuum durch ein nach Glück strebendes Ideal  ersetzen möchte. Die Verspätung drohte ihn zu erdrücken, das lächelnde händchenhaltende Pärchen machte ihn traurig, als er an der nächste Ampel entgegen seiner Bestrebung sich zu beeilen, stehenbleiben musste, schaute er zum ersten Mal hoch, in die wunderschön, grün leuchtenden Augen eines auf der anderen Seite stehenden jungen Mannes. Schlank stand er neben der eisernen Stange, die kalt den Verkehr regelte, ein vorsichtiges, starkes Lächeln auf den Lippen. Als das Leuchten von rot auf grüne wechselte, ging Georg D. ohne seinen Blick abzuwenden die ersten Schritte auf sie Straßenkreuzung, die Haare des anderen wehten im Wind seines Schrittes nach hinten und enthüllte das leicht kantige, weiche Gesicht – es schien ihn ebenfalls anzuschauen. „Er sieht mich, er läuft auf mich zu, sein Lächeln – „ die Gedanken kaum zu Ende gedacht, lösten sich in dem Stoß gegen Georgs Schultern auf, als der schlanke grünäugige sie streifte, hinter ihm seine Freundin umarmend. Ein paar Schritte stolperte Georg nach vorne, als er wieder aufsah war seine Welt endgültig grau, schwarz-weiß geworden, ob die Ampel schon wieder rot zeigte wusste er nicht zu erkennen, er glaubte, die Farbe hatte gewechselt.

1 Kommentar:

  1. Unglaublich! Die Geschichte ist so toll!
    Schreib am Besten noch 937345946283436525779439 Kapitel!♥

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