Schließlich beschloss ich
etwas zu unternehmen, und fuhr mittags, als die Kinder noch im
Kindergarten und mein Mann noch auf der Arbeit war los, um meine
Mutter zu besuchen. Sie war dieses Jahr 72 geworden und ich fing an
mir um sie sorgen zu machen und sie schneller zu vermissen. Vor allem
brauchte ich aber Ablenkung und ein Besuch bei meiner Mutter würde
sicher gut tun.
Ich fuhr ungeduldig auf die
Autobahn und hielt an der ersten Tankstelle, um mir Zigaretten zu
kaufen. Eigentlich rauchte ich nicht. Nachdem ich im
Raststättenrestaurant noch einen Wein getrunken hatte, ging ich
zurück an mein Auto und fuhr los. Kurz vor der Auffahrt zurück auf
die Autofahrt stand ein Mann mit ausgestrecktem Daumen. Obwohl er
viel älter war, schien es mir als stünde dort wieder der Junge von
vergangener Woche. Ich hielt an, bat ihn herein und mein Herz fing
erneut an zu rasen. Mir kam es vor als duftete er genauso wie Fabian
und ich suchte aufgeregt nach Ähnlichkeiten zwischen den beiden. Wir
fuhren eine Weile schweigsam nebeneinander im Auto sitzend auf der
Autobahn und doch durchströmte mich wieder dieses Gefühl einer
besonderen Fröhlichkeit, Freiheit und das Rebellische, dass Fabian
und Carla an sich hatte
schien sich unter meine Haut zu schleichen. „Du siehst hübsch
aus.“, sprach er mich plötzlich von der Seite an. Dieses direkte
Kompliment überraschte mich, aber ich setzte seinen etwas rauen,
beinah ekelhaft anmachenden Tonfall sofort mit Fabians
ruhiger, leicht ironischer Stimme gleich und so schlug mein Herz nur
noch ein Stückchen schneller. Er legte seine linke Hand auf meinen
Oberschenkel und strich langsam über meine Jeans. Für mich war es
aber nicht dieser nach Schweiß riechender Mann, sondern Fabian,
der mich berührte, und als seine Hand zwischen meinen Beinen war,
stöhnte ich kurz und leise an Fabians
lebendig funkelnde Augen denkend auf. Er küsste mir den Hals, biss
mir kräftig, dass es ein bisschen wehtat, in meine glatte, weiße
Haut und bat mich an die Seite zu fahren. Ich lenkte schnell zur
Seite, hielt an, schaute in seine Wahnsinnigen Augen, in denen ich
aber nichts als Fabian
und das Gefühl diese ewig sich falsch drehende Uhr anzuhalten sah
und küsste ihn feste auf den Mund. Er nahm meine Hand, führte sie
in seine Hose und an seinen Schwanz. Wir küssten uns heftig, er zog
mir unsanft mein Oberteil aus, seine Hände umfassten meine Brüste,
öffnete meine Hose, zogen mich zu ihm herüber. Bald war ich nackt,
saß schwitzend auf seinem Schoß und war benebelt in meine Phantasie
von Fabian verloren,
während er kam. Seine Hände wanderten langsam an meinen Hals, er
Schrie vor Lust und mir wurde langsam schwindelig, als seine Hände
langsam fester zudrückten. Vor mir malte sich das Bild eines Lebens,
dass ich hätte gelebt haben können ab. Ein Leben ohne bürgerlicher
Kälte, ein warmes rebellisches Leben, das versuchte die Zeiger
dieser Uhr mit den Händen gegen die Richtung der endlos vielen
Zahnräder zu drücken. Doch mein Körper lag leblos auf dem Asphalt
der Autobahn, während er mit dem Auto weiterfuhr.
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