ich
hasse es, wenn ich nachts schlafen gehe, und weiß, mein nächster
Tag ist voll und nicht von mir geplant. Ich hasse es zu wissen, dass
ich leben muss, wie andere Menschen oder die Gesellschaft, ja sogar
meine Band, Freunde, Familie es von mir erwarten. Ich hasse es zu
wissen, wir könnten in einer so viel besseren und reicheren Welt
leben, wir es aber nicht tun und ich es auch mit größter
Wahrscheinlichkeit niemals erleben werde. Noch schlimmer, dass
Menschen, die ihr Leben lang dafür gekämpft haben sie niemals
erleben werden, da das Alter
ihnen allzu nahe Grenzen setzt – Marc, Axel. Aber es reicht schon
um die Schlechtigkeit dieser Welt zu wissen,
um bei jedem Gedanke daran zu… ja zu was? Zu bersten? Sich
aufzulösen? Innerlich zu sterben?
Es
ist schrecklich, es ist eine Qual, es ist ein Graul! Ich will nicht
mehr in die Uni, ich will nicht mehr arbeiten, selbst nicht mehr zur
Bandprobe, zu Theater und manchmal nicht einmal mehr lieben, weil es
mir zu sehr Zwang geworden ist.
Zu
dir zieht es mich dennoch, ich habe das Gefühl einige Stunden oder
eine Nacht Freiheit und Luft zu spüren, zu atmen, wenn ich in deinem
Schoß liege, deine Stimme höre, deine Finger auf meiner Haut spüre…
Liebste
Grüße
J
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