Dienstag, 18. April 2017

Liebste ...


ich hasse es, wenn ich nachts schlafen gehe, und weiß, mein nächster Tag ist voll und nicht von mir geplant. Ich hasse es zu wissen, dass ich leben muss, wie andere Menschen oder die Gesellschaft, ja sogar meine Band, Freunde, Familie es von mir erwarten. Ich hasse es zu wissen, wir könnten in einer so viel besseren und reicheren Welt leben, wir es aber nicht tun und ich es auch mit größter Wahrscheinlichkeit niemals erleben werde. Noch schlimmer, dass Menschen, die ihr Leben lang dafür gekämpft haben sie niemals erleben werden, da das Alter ihnen allzu nahe Grenzen setzt – Marc, Axel. Aber es reicht schon um die Schlechtigkeit dieser Welt zu wissen, um bei jedem Gedanke daran zu… ja zu was? Zu bersten? Sich aufzulösen? Innerlich zu sterben?
Es ist schrecklich, es ist eine Qual, es ist ein Graul! Ich will nicht mehr in die Uni, ich will nicht mehr arbeiten, selbst nicht mehr zur Bandprobe, zu Theater und manchmal nicht einmal mehr lieben, weil es mir zu sehr Zwang geworden ist.
Zu dir zieht es mich dennoch, ich habe das Gefühl einige Stunden oder eine Nacht Freiheit und Luft zu spüren, zu atmen, wenn ich in deinem Schoß liege, deine Stimme höre, deine Finger auf meiner Haut spüre…


Liebste Grüße

J

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