Geehrte Frau Schreiber,
mit erschrecken muss ich feststellen, dass ich seit den letzten Wochen zunehmend im Begriff bin zu erkranken an der Arbeit und was sonst so hinzukommt und anfällt. Seit gestern und in der aktuellen Woche konnte ich mich einiger freigewordener Stunden erfreuen, die sogleich zu Atemlöchern in einem zu eng geratenem Käfig sich erhoben, um gleichsam und umgehend von der Last, der Hausarbeit und des allzu erzwungenen Schreiben-Müssens gestopft wurden, so dass es gestern im fortlaufendem Tage zunehmend mich der Luft zum Atmen beraubte; ich erkranke also.
Der einzige Ausweg, schien es mir endlich Ihnen zu schreiben, meine Freunde haben mich ermutigt, wodurch ich Ihnen noch rechtzeitig schreiben kann, bevor die gewonnene Zeit von quälendem Müßiggang - des Entrinnens wegen - verschlungen wird, bevor sie recht zu genießen gewesen wäre. Ich hoffe Sie haben Verständnis und haben gewiss schon geahnt: ich werde meine Arbeit bei Ihnen nicht abgeben können. Gerne komme ich bei Ihnen in die Sprechstunde und lasse mich über die Konsequenzen aufklären, aber der Schluss, ich bedaur', steht fest.
Mit den besten Grüßen
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