Kitzelnde
Sonnenstrahlen lagen auf den Blüten und Gräsern und auf Friis und Julés, als
sie eng zusammengekuschelt neben dem im Sonnenlicht schimmernden Marmorbrunnen
aufwachten. Blinzelnd richteten sie sich auf und sahen sich um. Und was sie
sahen, kann ich euch nun nicht mehr mit Worten beschreiben; so konnte ich für
die Schönheit des Gartens, wie Julés ihn vorher gesehen oder der Waldlichtung,
mit der alles anfing, die schönsten Wörter und Beschreibungen euch vorlegen und
ihr euch dazu Bilder denken, oder wenn eure Fantasie – wie so oft bei Kindern,
die schönsten Spiele mit euch treibt - sogar die Farben direkt vor euren Augen
sehen, oder vielleicht die Gerüche der Blumen oder des Waldes riechen, als
währet ihr Kopf über in die Geschichte hereingefallen. Doch alle Worte, die ich
kenne, alle Metaphern und Vergleiche, die mir einfallen, würden nicht
ausreichen um das Paradies zu beschreiben, wie es aussah, als Friis und Julés
aufwachten. Floré hatte, wie er die beiden neben der Hecken liegen sah, sie zu
dem Brunnen gebracht, sie versorgt und war am nächsten Morgen, als beide noch
schliefen, davon überzeugt seit dem Tod Sysé’s zum ersten Mal das Richtige
getan zu haben, aus den Bogenbaum heraus und von dem Garten fort gegangen, um
ihm für immer den Rücken zu kehren. Und als die beiden noch in tiefsten Träumen
versunken und mit Florés Aufbrechen alleine in dem Paradies lagen, wuchs
inmitten des Marmorbrunnens erneut eine blaue Rose, wie sie nirgendwo in der
Welt zu finden war.
Friis und
Julés standen blinzelnd und versucht all die Schönheit mit einem Mal in sich zu
verschlingen auf und liefen bald Händchen haltend und staunend sich gegenseitig
ihre Geschichten erzählend durch das Paradies und ihr neues Zuhause. Während am
Horizont schon die ersten Menschen schlängelnden Pfaden entlang ihren Weg zu dem Garten beschritten, ganz vorne Friis
Großeltern und Julés Vater zusammen mit Wanderern, Familien, Kindern,
Verliebten, Traurigen, Hungrigen, Armen und Reichen, blieben Friis und Julés
vor dem Brunnen stehen, Friis schaute auf die blaue Rose und freute sich, hier
zu sein mit Julés - Julés schaute in den Himmel einem Falken hinterher, der
gerade über die Rosenhecken des Paradieses in Richtung Freiheit flog und eine
Träne kullerte Julés Wange herunter.
eine schöne Geschichte mit einem schönen Ende! :-)
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