Ich
liege bei dir, wie in einem Bett aus gefallenen, welk aber gold
gewordenen Herbstblättern, so ruhig. Neben zwei starken,
breitästigen Eichen liege ich so sicher mit der Gewissheit endlich
angekommen, wie in einem Grab und auf verwelktem Laub. Menschen
sprechen von der Ruh, schläfst du endlich im Grab; so bist du also
mein Totenbett. Und wie Herbstwind mit dem Hauch eines Gefühls von
Untergang oder Neubegin, kitzeln mich dann deine goldenen
Haarspitzen, wenn dein Lächeln über mir hängt. Oh dieses Lächeln!
Es spannt wie Jesus ans Kreuz, mich an eine Eiche, voller Willen
an die Gewissheit endlich schlafen zu können. Ja bei dir geht der
edelste meiner Wünsche in Erfüllung: tot sein zu können – wenn
auch nur für einige wenige Augenblicke. Und ich ergötze mich an dem
Neid derer, die nur Leben können und ekel mich um so mehr vor denen,
die nichts als Leben wollen. Ja bei dir liege ich, wie in einem Bett
aus gefallenem, welk aber gold gewordenen Herbstblättern, so ruhig –
endlich im Grab. Wenn auch nur für einige wenige Augenblicke.
Deine Wort- und Gedankenspiele - wie sehr ich sie doch liebe! :-)
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