Dienstag, 18. August 2015

Gibst du mir deine Hand?



Gibst du mir deine Hand? Bitte?
Ich bin so alleine.
Sie antworten im Chor: „Wir sehen es nicht. 896 Facebook-Freunde.
Du brauchst unsere Hand nicht!“

Gibst du mir deine Hand? Bitte?
Ich bin am Erfrieren.
Sie antworten im Chor: „Wir sehen es nicht. Du trägst einen warmen Mantel.
Du brauchst unsere Hand nicht!“

Gibst du mir deine Hand? Bitte?
Ich bin am Brennen.
Sie antworten im Chor: „Wir sehen es nicht. Du stehst im kalten Wasser.
Du brauchst unsere Hand nicht!“

Gibst du mir deine Hand? Bitte?
Ich bin am Verhungern.
Sie antworten im Chor: „Wir sehen es nicht. Vor dir steht ein Teller mit Essen.
Du brauchst unsere Hand nicht!“

Gibst du mir deine Hand? Bitte?

Bitte.

3 Kommentare:

  1. *Hand hinüber streck*
    Ich weiß nicht, wie groß deine Not war in der du dieses Gedicht geschrieben hast, aber wenn nichts mehr geht und bevor du irgendeinen Scheiß anstellst: Schreib mir! Ich kann dir keine guten Ratschläge versprechen, aber zwei offene Ohren. (Ich denke du kennst ja sogar mein Fb-Account :D)
    Das freut mich zu hören. Es wäre sehr schade, wenn dich die Blogger-Welt nicht hätte. :) Tatsächlich sind du und Meike die Einzigen, die ich gerne mal treffen würde. Es würde mich wirklich interessieren. Aber ich glaube nicht, dass ich je jemanden aus "dieser Welt" treffen werde.

    Pass auf dich auf!

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  2. Du willst damit sagen, dass nicht alles immer so ist, wie es scheint, oder? Also auch wenn es so aussieht, als wäre alles gut, ist nicht immer alles gut. Vielleicht meinst du damit auch den Kopf, der aus allem guten in einem bestimmten Moment etwas schlechtes daraus macht.
    Wenn man viel hat, hat man im Kopf immer noch nicht genug. Es reicht nicht - wahrscheinlich nie, weil man immer mehr und mehr in die Schiene reinläuft. Vielleicht willst du auf das Konsumverhalten hinaus. Weil die Meisten einfach zu viel haben - von fast allem.
    (Ich hoffe, ich muss nicht mehr anmerken, dass mich der Text zum Nachdenken angeregt hat und somit sehr gut war! Das war er nämlich!)

    Ich kann dir nicht viel anbieten. Mein Facebook verwende ich selten (bis nie) und sonst weiß ich nicht was du zu bieten hast. Ich lass' dir einfach mal meine E-Mail da, dann können wir darüber schreiben. :-) (elisabethferstl[at]gmx.net)

    Außerdem bin ich schon soooo(!) gespannt auf deine Audiodatei! Ich freu mich so sehr darauf.
    allerliebste grüße! :-)

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  3. Ich würde dir gerne irgendeinen produktiven und lieben Kommentar hinterlassen, doch mir fehlen einerseits die Worte und andereseits habe ich den Eindruck nicht dazu berechtigt zu sein meine Meinung über deine Schreibweise kundzutun, so positiv sie auch sein mag, da ich viel zu lange fort war.

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