Ich laufe eine Straße entlang. Das Geräusch der zerplatzenden Regentropfen, droht mein Trommelfell zu zerreißen. Jeder Schritt tut weh. Orange spiegelt das Laternenlicht die schwarze Nacht erleuchtend sich in den Pfützen. Wie viele Schritte hab ich heute schon gemacht? Wie viele davon waren wohl verschwendet? Das Quietschen von weitentfernten Autoreifen hallt durch die engen Gassen. Spürt man Schlaf wirklich nur beim Aufwachen? Wieder Autoreifen? Kommen sie näher? Und wie fühlt sich sterben an? Schlimmer als der Tod? Die Kälte strömt durch meine Glieder. Wasser schlägt mir ins Gesicht. Wäre der Schmerz es wert Sterben auszuprobieren, den Tod auszusprobieren? Einfach mal so. Aus Neugier sozusagen. Vielleicht kann man ja einfach wieder zurückspulen. Immer noch Wasser in meinem Gesicht. Meine Ohren schmerzen von dem lauten Regen. Es wird schon aufhören denke ich und wieder neubeginnen. Und dann direkt wieder diese Motorengeräusche. Sie kommen definitiv näher. Wieso geht das Wasser nicht aus meinem Gesicht? Ich sehe alles nur noch verschwommen, wie durch eine verregnete Autoscheibe. Aber ist verschwommen sehen nicht manchmal wie sehen und dabei alles Schlechte ignorieren? Ahh! Dieses Wasser! Jetzt sind die Autos ganz nah, bald neben mir. Ich laufe schneller, meine Hände sind kalt, das Wasser immer noch in meinem Gesicht und -
...Ich bleibe stehen. Merke, dass es regnet. Und mir der Wind ins Gesicht bläst. Der Regen wird nicht aufhören mir ins Gesicht zu fliegen.
Ich drehe mich um, laufe weiter.
Der Regen in meinem Rücken
Es ist nicht mehr zu laut.
Die Autos bald weg.
Wassertropfen.
Trocken.
Warm.
Du?
cut
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