Allein unter Schildkröten,
Doch du bist da, um da zu sein.
Bedächtig, schön und weise kriecht
Sie langsam und beständig weiter.
Hat immer eine Hand
sie dir zu reichen.
Zärtlich leuchtend, selbstbewusst,
Bist du da, um da zu sein.
Bittersweetwings flüstern dir
Leise melancholische Träume zu.
Schnell schlagen deine Flügel,
Sanft im Takt zum Lebensbeat.
Schön und zärtlich, fast zerbrechlich,
Bunt und leuchtend, unvergesslich.
Nur selten kann ich's kaum ertragen,
Jeder Schlag macht mein Herz rasend.
Montag, 29. September 2014
Mittwoch, 24. September 2014
Teil 2.2 einer kleinen Geschichte
Mit den neu hinzugekommenen finanziellen Sorgen, schleppte er sich, den Kopf immer weiter nach unter sinkend, den schmalen Weg an der Straße immer weiter entlang. Eingeengt, schienen seine Gedanken bedrängend ihm immer näher zu kommen; seine Arbeit, die er ursprünglich nur vorübergehend, später, wegen des Geldes, immer unlieber und mit zunehmender Lustlosigkeit verrichtete, die Angst vor seinem Chef, die Sorge um seine Beziehung zu seinem Haustier, die Gesellschaft, die immer weiter gerade ihn als Individuum durch ein nach Glück strebendes Ideal ersetzen möchte. Die Verspätung drohte ihn zu erdrücken, das lächelnde händchenhaltende Pärchen machte ihn traurig, als er an der nächste Ampel entgegen seiner Bestrebung sich zu beeilen, stehenbleiben musste, schaute er zum ersten Mal hoch, in die wunderschön, grün leuchtenden Augen eines auf der anderen Seite stehenden jungen Mannes. Schlank stand er neben der eisernen Stange, die kalt den Verkehr regelte, ein vorsichtiges, starkes Lächeln auf den Lippen. Als das Leuchten von rot auf grüne wechselte, ging Georg D. ohne seinen Blick abzuwenden die ersten Schritte auf sie Straßenkreuzung, die Haare des anderen wehten im Wind seines Schrittes nach hinten und enthüllte das leicht kantige, weiche Gesicht – es schien ihn ebenfalls anzuschauen. „Er sieht mich, er läuft auf mich zu, sein Lächeln – „ die Gedanken kaum zu Ende gedacht, lösten sich in dem Stoß gegen Georgs Schultern auf, als der schlanke grünäugige sie streifte, hinter ihm seine Freundin umarmend. Ein paar Schritte stolperte Georg nach vorne, als er wieder aufsah war seine Welt endgültig grau, schwarz-weiß geworden, ob die Ampel schon wieder rot zeigte wusste er nicht zu erkennen, er glaubte, die Farbe hatte gewechselt.
Mittwoch, 17. September 2014
Teil 2 einer kleinen Geschichte
Passend zum Mittwoch jetzt der 2. Teil einer kleinen Geschichte. Ich habe den ersten Teil nochmal überarbeitet und deswegen auch nochmal dazugeschrieben:
Teil 2 einer kleinen Geschichte
Teil 1 einer kleinen Geschichte
Als Georg D.
eines Morgens mühsamer als sonst aus seinem Bett stieg und zu aller erst, wie
jeden Tag nach dem Aufstehen, die Gardinen vor seinem Fenster mit beiden Händen
und Armen aufschob, schob sich gerade in dem Moment eine dunkle Wolke vor die
Sonne, wie als wollte sie ihm, ganz anders als sonst, heute nicht guten Morgen
sagen. Mit einem Schulterzucken jedoch diese kleine Traurigkeit beiseite
schiebend, öffnete er das durchsichtige Gehege seiner Hausschnecke, um sie kurz
heraus, an die frische Luft zu setzen. Doch statt Anzeichen zum Aufstehen zu
machen, hustete die Kleine nur und drehte sich im Halbschlaf zur anderen Seite.
Dennoch holte er die Essensreste heraus, Pflückte von dem nebenstehenden
Gurkenbaum scherfällig die kleinste und legte sie der Hausschnecke zu Essen
bereit hin. Jetzt schon etwas trauriger schlenderte Georg D. zum Kühlschrank,
holte die Unterseite eines alten Brötchens heraus, legte vorsichtig die letzte
Scheibe Schinken darauf, als er merkte, er hatte die Butter vergessen. Mühsam
hob er den Schinken wieder ab, strich eine dünne Schicht Butter, damit der Rest
noch für den Abend reichen würde und während er mit dem Schinken das Brötchen
wieder bedeckte, schaute er auf die an der Wand hängende alte Uhr – Schon halb
nach sieben, fast schon dreiviertel. Hatte ihn diese Unachtsamkeit, die Butter
nicht sofort aufzutragen um seine Pünktlichkeit gebracht? Und was würde sein
Chef dazu sagen?
Teil 2 einer kleinen Geschichte
Als Georg D. noch am selben Tag auf
dem Weg zur Arbeit vor die Türschwelle seiner Appartement-Wohnung in den Flur
trat, wollte er gerade den offenen Aufzug betreten – normalerweise hätte er die
Treppe genommen, doch auf Grund seiner Verspätung wegen der Butter musste er
sich heute besonders beeilen – da kam aus der Wohnungstür neben ihm
händchenhaltend ein Pärchen herausgeeilt, besetzte den Aufzug, drückte den erst
grün, dann rot leuchtenden Knopf nach unten und die dicken Türen schlossen sich
vor Georgs Augen. Georg, der noch halbherzlich einen Guten-Morgen-Gruß erwartet
hatte, schleppte sich dann mit einem traurigen Lächeln auf den Lippen die alte
Treppe herunter, bis er endlich aus dem grauen Gebäude ins Freie an die Luft
trat. Stadt-Smog umgab ihn, die bunt blinkenden Reklameleuchten strahlten ihm
blendend entgegen. Ein Laden nach dem anderen machte immer die Konkurrenz
übertrumpfen wollend für seine Produkte Werbung: der eine für die grünsten und leckersten Äpfel, die Happiness-Love-Company für Glück und der Nächste für die
rotesten und leckersten Äpfel. Doch mit einem kurzen Blick in seinen Geldbeutel
stellte Georg fest, er konnte weder für Äpfel noch für Glück oder sonst etwas
mehr als ein paar Münzen ausgeben und dafür würde man hier bestimmt nichts
bekommen.
Sonntag, 14. September 2014
Geschichte aus meinem Leben
Sorry, dass diese Geschichte lyrisch nicht ganz so klasse ist, aber es war mir mal wieder wichtig was aus meinem Leben zu schreiben. Hab euch alle lieb <3
„Lass
mich!“, presse ich fast wütend hervor und reiße mich los. Sie bleibt hinter mir
zurück als ich weiter gehe, zumindest glaube ich das. Es tut weh.
Muss
Nachhilfe geben. Schon wieder nur falsche Antworten. Erkläre ich ihm was –
antwortet er mit dem Gegenteil. Ich weiß, dass es nicht seine Schuld ist, ich
sollte geduldiger sein. Gerade kann ich nicht.
„Wie viel
kriegst du von uns?“
„Zwanzig
Euro“
Der blaue
Schein verschwindet in meiner Tasche, die Tür fällt hinter mir ins Schloss, ich
laufe wieder Richtung Schulgelände, es regnet, meine blaue Kapuze färbt sich
langsam dunkel. Ich komme an dem Fenster vorbei, hinter dem ihr Sport schreibt,
eure Köpfe tief über eure Blätter gebeugt, du kannst mich nicht sehen, nur
deine Lehrerin lächelt mir flüchtig zu.
An dich zu
denken tut gerade weh. Wieso? Wieso hab ich das gerade gemacht? Kurz vor ihrer
Arbeit am ersten Freitag direkt nach den Ferien.
Ich laufe
auf die Mensa zu, es ist 14:35 und regnet immer noch in Strömen. Ich muss noch
kurz auf Toilette, betrete die Mensa – Warte? Haben die nicht nach ihrer Arbeit
noch Mensadienst? Ich hab noch 10 Minuten, dann sind sie fertig mit schreiben,
wenn ich die anderen, in der Mensa motivieren könnten, hätten wir schon alles
aufgeräumt, bevor sie fertig sind. Ich will es irgendwie wieder gut machen,
will ihr helfen. Nur wir müssten fertig sein, bis sie fertig sind - 10 Minuten.
Will nicht, dass sie mitkriegen, dass sie mitkriegt, dass ich es war…
Ich betrete
den Raum in dem gegessen wird – leere Tische und Stühle, einige gefaltete
Papierschiffe auf dem Boden, zerknitterte Café Keth Tüten auf den Tischen, ich
schaue auf meine Uhr, mittlerweile nur noch 6 Minuten, dann sind sie fertig und
würden kommen. Ich kann ja anfangen und sobald ich den ersten kommen sehe
schnell gehen.
Ich lege
meinen Rucksack ab, nehme den ersten Stuhl in die Hand „ A Sphere in the heart
of silence“ drückt durch meine Kopfhörer. Ich merke, dass es mir zu heiß wird,
lasse meine Jacke auf meine Sachen fallen und staple die ersten zwei Stühle auf
die an der Wand stehenden restlichen. Danach mache ich 6er Stapel, ziehe sie
schnell über den Boden, das laute quietschen stört ja niemanden, ich bin ja
allein, hör ja Musik. Werde immer schneller, meine kleinen Stapel zu den großen
ziehend, stecke da dann alle aufeinander. Mein Blick wandert immer wieder durch
die Fenster, prüfend, ob die ersten von euch schon die Treppe hoch kommen, es
ist 14:46, wahrscheinlich habt ihr länger Zeit zum Schreiben bekommen.
Irgendwann
stehen nur noch 5 Stühle um eine Tischgruppe, dann fang ich mit den Tischen an,
zuerst nur einen, dann zieh ich zwei quer durch die Mensa, um sie in der
hinteren Ecke zu stapeln. Werde immer schneller, renne schon fast, vor Freude,
plötzlich auftretender Kraft und dem Wille es zu schaffen, immer mit dem
Gedanken verbunden, fertig sein zu müssen, bevor ihr mich sehen könntet.
Ich sammele
ein Stück Verpackung von einem Tisch, werfe sie von viel zu großer Entfernung
in den Mülleimer – das muss jetzt treffen, denk ich mir – die zusammengedrückte
zerknitterte Verpackung trifft den Rand, prallt ab und fällt mitten in die blaue
Mülltüte. Ich wusste, dass ich treffe – Ich treffe sonst nie…
Als ich
sehe, dass es nur noch ein paar Tische sind werde ich nochmal schneller, die
letzten drei ziehe ich gleichzeitig durch die Hallte. Fertig! Ich bin fertig,
es ist kurz vor drei und mich hat niemand gesehen. Freude. Ich nehme meine
Sachen und laufe Richtung Bahnhof.
Mittwoch, 10. September 2014
Teil 1 einer kleinen Geschichte
Als Georg D. eines Morgens mühsamer als sonst aus seinem Bett stieg und zu aller erst, wie jeden Tag nach dem Aufstehen, die Gardinen vor seinem Fenster mit beiden Händen und Armen aufschob, schob sich gerade in dem Moment eine dunkle Wolke vor die Sonne, wie als wollte sie ihm, ganz anders als sonst, heute nicht guten Morgen sagen. Mit einem Schulterzucken jedoch diese kleine Traurigkeit beiseite schiebend, öffnete er das durchsichtige Gehege seiner Hausschnecke, um sie kurz heraus, an die frische Luft zu setzen. Doch statt Anzeichen zum Aufstehen zu machen, hustete die Kleine nur und drehte sich im Halbschlaf zur anderen Seite. Jetzt schon etwas trauriger schlenderte Georg D. zum Kühlschrank, holte die Unterseite eines alten Brötchens heraus, legte vorsichtig die letzte Scheibe Schinken darauf, als er merkte, er hatte die Butter vergessen. Mühsam hob er den Schinken wieder ab, strich eine dünne Schicht Butter, damit der Rest noch für den Abend reichen würde und während er mit dem Schinken das Brötchen wieder bedeckte, schaute er auf die an der Wand hängende alte Uhr – Schon halb nach sieben, fast schon dreiviertel. Hatte ihn diese Unachtsamkeit, die Butter nicht sofort aufzutragen um seine Pünktlichkeit gebracht? Und was würde sein Chef dazu sagen?
Montag, 8. September 2014
Klasse
Dieses Gefühl, glücklich genug zu sein, um sterben zu können.
Im schnell durch dunkle Straßen rasendem Auto, ihr im Schoß liegend. Der Wein tropft gerade dick genug durch dein Blut, der Kopf fällt nicht bei jedem Gedanken. Kein Schmerz. Liebe. Lichter.
Dunkelheit.
Wie geht es dir?
Klasse.
Wie klasse?
Samstag, 6. September 2014
Lagerfeuerflammen
Wenn Lagerfeuerflammen langsam
unter Rauch nach oben steigen
Heiße Glut berstend knallt
Funken gen Himmel fliegen
Und tot müde Augen dann
gefesselt auf den Flammen liegen
Wenn Sterne oben heller leuchten,
Menschen ihre Lieder singen,
Frieden über Kämpfen steht
Freiheit nicht (mehr) vergraben liegt,
Einzelheiten hervorgehoben,
Verallgemeinerungen unterlassen werden,
Menschen wieder Freunde sind,
Liebe wieder Glück beibringt,
Nicht jeder nur für sich sich müht
Und nicht mehr ein Mensch über einen anderen verfügt,
Erst dann will ich wieder ohne
Traurigkeit im Winde stehn
Und in diese fremde Welt,
Mit allem, was dazu gehört,
Mit lachenden Augen
hineinblicken.
unter Rauch nach oben steigen
Heiße Glut berstend knallt
Funken gen Himmel fliegen
Und tot müde Augen dann
gefesselt auf den Flammen liegen
Wenn Sterne oben heller leuchten,
Menschen ihre Lieder singen,
Frieden über Kämpfen steht
Freiheit nicht (mehr) vergraben liegt,
Einzelheiten hervorgehoben,
Verallgemeinerungen unterlassen werden,
Menschen wieder Freunde sind,
Liebe wieder Glück beibringt,
Nicht jeder nur für sich sich müht
Und nicht mehr ein Mensch über einen anderen verfügt,
Erst dann will ich wieder ohne
Traurigkeit im Winde stehn
Und in diese fremde Welt,
Mit allem, was dazu gehört,
Mit lachenden Augen
hineinblicken.
Dienstag, 2. September 2014
Bitte nicht
Alles fängt an, mit einem kleinen Gedanken. Oder nicht mit einem
Gedanken, sondern mit einem leichten Stoß von hinten, bei dem du dachtest, er würde von vorne kommen.
Dann geht es weiter mit dem kleinen süßen Gedanken - oder mit Regen? Mit Regen
der dich durchnässt, bis auf die Haut und du deine Finger nicht mehr spürst
und dann trifft dich der kleine süße Gedanke, erst nur ganz kurz, als würde er
dich nur streifen, wie die Schulter, die dich in dem vollen Gang, auf den Boden
wirft, bis du in einem kleinen Kreis von Menschen liegst, die dich anstarren,
lachen, weggehen. Du liegst in einem leeren langen Gang. Dann kommt der feste
Tritt, in deinen Magen, als du den Sinn ihrer Wörter verstehst, die Tränen, als
du ihren Satz als Schlag in deinem Gesicht siehst. Du stehst zwischen zwei
Spiegeln, die alles was du erlebt hast in einer unendlichen Schleife projizieren.
Deine verheulten Augen, deine trockene Haut, wo Salztränen langsam
verschwanden. Du stehst auf, willst den Gang verlassen, doch findest dich
eingesperrt und verloren zwischen, dem, was du kannst, was du willst, wie du
dich fühlst und wie du glaubst dich zu fühlen, wenn sie nicht da ist. Du
verlierst den Halt, die Tritte die Schläge, die endlos oft projizierten Bilder
haben den Gedanken gefestigt. Du verlierst den Halt. Der Gang, der nur noch
vorne und hinten zu gehen schien, geht jetzt auch nach oben und nach unten, doch du
fällst, als du (dich) mit deinem eigenen Messer (das Seil durch) schneidest. Auch wenn
du durch Wasser fällst, ziehen deine Erwartungen an dir, wie der schwere Stein,
der mal als Anker neben deinem Bett lag. Du erkennst, dass loslassen
dich schweben lässt, doch lässt nicht los, aus Angst, den schon längst verlorenen
Halt zu verlieren. Das Bild vor deinen Augen…
…wie er fällt. Der Film, der dich berührt, dein neuer Status:
„Brücken“. Der Gedanke, sitzt jetzt so
tief, dass er anfängt Fragen zu stellen: „Wann?“, „Wo?“, „Wie? - Genauso, wie
Bobby?“. Du, weißt nicht, was dir noch halt gibt. 2 von 2-mal hast du nur aus
dem Fenster geguckt, als der Stein in deiner Hand lag um dir zu helfen. Sogar
überlegt ihn zu schmeißen. Doch stattdessen schmeißt du dich weg. Bitte nicht.
Bitte nicht. Bitte nicht. Wie nicht?
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