Ich laufe geradeaus, die Straße entlang Richtung Wald. Vor mir geht als rot golden leuchtender Ball die Sonne unter. Die herbstlichen Blätter fliegen vom milden Wind getragen durch die Luft. Es ist still. Ganz leise höre ich nur meine eigenen Schritte, meinen Atem und glaube meinen Puls zu spüren, wie er immer schneller schlägt, fester, hämmernd gegen meine Brust. Ein Auto fährt an mir vorbei, der Windzug reißt an meinen Haaren. In meinem Kopf klingt hallend noch das Rauschen. Ich bleibe stehen. Schaue über die Bäume, Wälder, Hügel, den roten Horizont, Felsen. Ich hebe meinen Arm. Klick. Vor mir verschwimmt das leuchtende Bild, gespiegelt in einer heißen, fallenden Träne, die dann auf dem kalten Stein zerplatzt. Ich schließe meine Augen, Alles wird rot, rot, wie der Himmel. Ein Knall hallt durch das Tal. Die Sonne geht unter.

Ein solcher Sonnenuntergang scheint im Winter so vollkommen unwirklich, ich kann mich an keinen Sonnenuntergang bei Schnee erinnern, gibt es sowas überhaupt?
AntwortenLöschenDoch dein Text schafft einen Hauch von Wärme in dieses zur Zeit doch eher trostlose Wetter...
Denn du kannst mit deinen Texten Bilder erwecken, danke, dass du diese Gabe teilst!
Das ist schön ♥ so so schön ♥♥♥
AntwortenLöschenWundervoll.
AntwortenLöschenKatalin, also known as Dreaming Girl
Ich weiß nicht, ob es so Sonnenuntergänge im Winter gibt. Das hab ich mir ja nur ausgedacht ;)
AntwortenLöschenAber danke für die netten Kommentare :)