"Ich muss ihn noch fragen, er ist noch
im Schlafanzug."
Wir warten. Stehen im Korridor, Jacken und
Schuhe noch an. Ein eigentümlicher Geruch. Fühlt sich komisch an wieder? hier
zu sein. War ich schon mal wirklich hier? Hab ich ihn vorher wirklich wahrgenommen?
Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht.
"Kommt hoch". Seine Mutter steht an
der Tür noch oben. Wir folgen ihr, der schmalen Treppe. Schuh ausziehen. Jacke ausziehen. Endlich,
mir ist warm. Desinfizieren. Dann, die Tür zum Wohnzimmer. Offen. Da sitzt er,
dünn, nur wenige feine schwarze Haare. Er sitzt auf einem Sofa, sein Kopf
berührt fast die Dachschräge. Er guckt uns an. Ohne zu lächeln. Nur in seinen
Augen sieht man diesen Schimmer, Schimmer der Freude wieder Menschen um sich zu
haben, junge Menschen, Freunde.
Die Bilder auf dem Laptop, gezeigt von seiner
Mutter, erschrecken. Er erzählt, wie es war. Ich trinke kalten Apfelsaft mit
Wasser. Höre ihm zu. Berührt. Beschämt, von mir selbst, wie wenig ich gemacht
habe. Wie wenig ich ihn unterhalten habe.
Wir gehen wieder, ziehen unsere Sachen an.
Die Tür fällt hinter uns ins Schloss. Tschüss. (Bis bald)
Um wen geht es in dieser Szene?
AntwortenLöschenTolle geschichte, man hat viel platz für seine eigenen Gedanken
AntwortenLöschenLg LadyWorldWide
Um jemanden aus meiner ehmaligen Klasse, der Leukemie bekommen hat und gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurde
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