Das ist schon schwierig manchmal. Alles zu sehen. Den
Bahnhof, die Menschen, die Stromleitungen, den Mann in der blauen Winterjacke,
der nur gerade so noch als Punkt wahrzunehmen ist. Anstrengen, ermüden wiegt
das alles so schwer. Im Zug sitzen, die Geschwindigkeit gegen deine Brust
drückend. Du hörst „nächster Halt…“ und weißt genau, wo du hin must. Auch, wenn
du manchmal wünschtest, du wüsstest es nicht und könntest dich treiben lassen.
Wohin? Egal! Dann würde die Geschwindigkeit nicht mehr so fruchtbar drücken.
Und es wäre nicht mehr alles so schwierig und anstrengend, wie Blei oder
Quecksilber.
ich denke so oft darüber nach, was wäre, wenn ich einfach in den nächsten Zug steigen würde und weg fahren würde. Schon allein der Gedanke macht mich glücklich. Vielleicht sollten wir alle einmal so etwas wagen. - du hast es sehr schön geschrieben!
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