Mittwoch, 12. November 2014

Small Drama Nr. 4

Fortsetzung 1. Akt, 4. Auftritt:



Lisa: Du sprichst von zweier Rosen
                Und sprichst von zweier Wegen
                Ich hört dein wein‘ von oben
                Und seh jetzt deine Tränen
                Doch sind es zweierlei?
                Du sagst sie gehen entgegen,
                Fühlst du dich denn nicht frei,
                Bleibt dir noch Platz zum sehen?
                Er ist dir doch so nah,
                Lass ihn doch nahe sein
                Du bleibst doch steht’s noch frei.
Amelie: Schenk mir doch was von diesem Weine
Lisa schenkt ihr Wein in ein Glas
Amelie: Oh, wie die roten Tropfen fließen
                Wie gern möchte ich in zwein‘ zerfließen
                In Rot und Weiß zugleich mich gießen.
                Zwar hält er mich, wenn ich fort will,
                Doch halt ich mich, wenn ich fort will.
                Ich brauch ihn doch, verstehst du nicht
                Ich kann nicht mit und auch nicht ohne
                Und so wie jetzt erst recht nicht mehr.
Lisa: Denk auch an ihn, komm seh,
                Doch wie er für dich fühlt
                Klar tut es zuerst weh
                Ist er nicht, was dich rührt?
                Im inneren ist doch er.
                Ihr könntet doch zu zwei
                auch euch die Welt erklärn
                verstehn, weshalb es schneit
                zum grünen Licht des Waldes
                Der Rosen Düfte schmecken,
                Zu zweit wird euch nicht kalt
                Könnt Sterne neu entdecken
                Euch hinter Bäum‘ verstecken
                Wenn sie dann nach euch suchen
                Schneller sein als sie,
                Wenn sie euch lauthals rufen.
                Beim grünen Licht des Waldes
                Der Rosen Düfte schmecken
                Zart Händ‘ entgegen strecken
                Zusammen, zusammen alt.
                Sind das nicht deine ganzen Wünsche?
Amelie: Ich seh das Glänzen deiner Augen
                Wie deine Worte wie ganze warme
                Sonnenstrahlen meine müden Lieder
                Zu lebenslustgen Spiegeln bald verwandeln
                Jetzt schäumt es in mir auch
                Die goldne Lebenskraft
                Mein Krug der schäumt fast über
                Woher kommt diese Kraft?
                Lass mich noch einen Schluck
                Mein trägen Mund benetzen
                Mein Dank für deine Worte.
Lisa: Ich will doch euer Glück,
                Jetzt leg dich warm zu Bett
                Ich will dich nicht mehr störn‘
                Auf bald, ich muss jetzt weg.
Lisa geht ab.

1 Kommentar: