1. Akt, 2. Auftritt
Er betritt das Zimmer
ER: Was? Was ist das, was ich hört?
Geht’s dir gut, bist du wohl?
Hast du wieder deine Gedanken?
Wieso nur stehst du sonst am
Fenster?
Was nur zieht dich fort, was zehrt
So stark an deinem Geiste? Jetzt
Sprich, ich bin und halte dich.
Reich ich dir nicht? ich bin für
dich,
Auch wenn die Sonne untergeht
Der Wind laut die Natur
durchweht
Der Wald dann schwarz und dunkel
steht.
Hier ist’s heimisch, hier ist’s sicher.
Schau nur in meine Augen
Wie ihr blau warm dich umarmt,
schützt vor Wilden Geistermächten.
Pause. Schaut traurig zu Boden.
Dir ist nicht heimisch, ist
nicht sicher
Was gucktest du sonst so dem
goldnen
Horizont so voll verlangen
Entgegen?
AMELIE:
Schmeiß fort der Seele trüber Zweifel.
Küsst
ihn.
Weißt du nicht um die Sprache
meiner
Lippen, wenn sie zärtlich
küssen?
Vergiss sie nicht, ich liebe
dich.
ER: Ich weiß doch um die Rosen die
Du jeden Tag aufs neue schenkst
Sie schlagen bloß nur keine
Wurzeln.
Jeder Wind der bläst sie fort
Hoch in Himmel, weit hinauf,
wo meine Arme sie zu greifen
nicht reichen, Zweifel weilen
fort.
Doch ich eil jetzt fort, ich
soll
Längst schon an der Kirche sein,
Meine Mutter ruft.
AMELIE: Dann mach
Es gut, du weißt, ich bleib. Die
Kirch,
Du weißt, ich mag sie nicht. Und
bitte
Vertraue mir. Die Blüte braucht
Auch Wasser und das Sonnenlicht
In Erde zu vergraben, reicht
Oft nicht.
Er geht ab.
Perfektion.
AntwortenLöschenPerfektion♥
AntwortenLöschenJa, ich kann nicht mehr schreiben. Für mich nicht und auch für andere nicht. Vielleicht höre ich einfach auf.
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