Ich trinke und esse zu wenig. Ich schlafe zu wenig. Mit jedem Schritt, mit jedem aufmunternden Wort, das ich zwischen scheinbar lächelnden Lippen hervorpresse, mit jedem Gedanken an Arbeit, Verpflichtung, Erwartung, tropft ein Tropfen unsichtbaren Blutes, nicht aus meinen Adern aber aus dem Gefäß meiner Energie, meiner Kraft unaufhaltsam schmerzhaft heraus.
Das Geräusch zwitschernder Vögel fasziniert nicht mehr, jedenfalls nicht mehr mehr, als das Meer aus Erinnerungen, als zwitschernde Vögel dich aus den schönsten Träumen, Erinnerungen, Momenten aufweckten.
Ausruhen bringt nicht mehr, nichts, wenn es nur den fehlenden Schlaf der letzten Nächste ersetzt und trotzdem dich plagt der Gedanke, wieder nichts geschafft zu haben.
Wenn die warme Sonne zwar gut tut, aber in deinem Kopf deine Gedanken zu Matsch verwandelt, wenn die leichte Brise zwar kühlt, aber in deinem Inneren alles zu Eis gefriert, wenn das Ticken der Uhr, der schnell verrinnenden Zeit unaufhaltsam durch deine Hände rinnt, wie Sand durch eine Kinderhand, dich an fühlt, wie bass-beats hämmernd gegen dein Trommelfell, wenn tausend Lampen nicht hell, die schwärzesten Nächte nicht dunkel genug sind und kein Wort von dir mir mehr irgendwie hilft - jedenfalls nicht sofort - dann wird jeder Fehler in deinem Kopf zu einem tosenden Tornado, der alles, was vorher voller Energie tobte zu scharfe Stichen verwandelt, für die du zwar nichts kannst, die aber trotzdem ganz da sind und schmerzen, deinen Kopf beschweren, bis er langsam auf deinem Brust sinkt, bis der Schmerz im Schlaf versinkt.
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