Montag, 23. September 2013

Frei

Kindergruppe ist zu Ende. Ich winke noch dem grünen Auto hinterher, in dem das letzte Kind wegfährt. Von Waldrand aus Richtung Stadt.
Ich setzte meinen Rucksack auf, fange an zu laufen, vom Waldrand aus Richtung Stadt. Ich betrachte meine Füße beim gehen. - Es stimmt, ich knicke etwas nach innen. - Dann blicke ich auf. Über das Feld, runter auf unsere kleine Stadt, im Hintergrund, auf der anderen Seite die Berge des Taunus im Nebel. Alles scheint so klein, so still, so schön.
Ich setze mich hin, in das nasse Gras, der Rucksack immer noch auf meinem Rücken, der rote Boomerrang immer noch in meiner Hand. Ich schaue über die Stadt, höre den Vögeln zu, wie sie zwitschern, singen. Wovon? - Höre das Geräusch von vorbeifahrenden Autos, die Taunusbahn hupt, nähert sich langsam schlängelnd dem Bahnhof. Ich blicke über die Dächer, manche sind rote, andere Schwarz, so verschieden, so gleich. Zähle die Hochhäuser, obwohl ich genau weiß, wie viele es sind. Vor mir fliegt eine Mücke, ich beobachte sie, schaue ihr noch hinterher, bis ich sie nicht mehr sehen kann, weil sie zu klein ist. Oder nur zu weit weg?
Das alles ganz langsam, fließend. Einfach dasitzen, mit freiem Kopf. Die Natur genießen. Abschalten. Einatmen, ausatmen...
ich sitze noch da, lange da. Dann stehe ich auf, gehe vom Waldrand aus Richtung Stadt nach Hause. Ein Schritte vor den anderen.
...

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