Samstag, 30. Januar 2016

(Un)endlichkeit



Es rollten einst drei Himmelssteine
himmlisch im Geröll umher.
Einer Sprach: „So seid kurz leise“,
drum freuten sich die andren Steine sehr.

Oh, was sie dort entdeckten:
Hinter ihren grauen Steinen
wehten Blumen, die sich endlos weit erstreckten.
Da rief der erste freudig weinend zu den Seinen:

„So haben wir doch stets gedacht,
unsre Steine hätten keine Grenzen.
Erst jetzt so werd‘ ich endlich wach:
Die Blumenfelder sind der Welten Enden.“

Der zweite stimmte freudig weinend ein:
„zusammen mit den Blumen ist die Welt unendlich!“
Nur der dritte fragte: „Kann nicht es sein,
dass nach dem Blumen-Licht, sich zeigt ein drittes Gesicht?“

Mittwoch, 27. Januar 2016

Ich bin es auch Leid



Am Fenster stehn
Menschen sehen
Meine Kippe fast abgebrannt
Aus den Boxen: „Uns gehört das Land!“

Doch irgendwie glaube ich
Nicht so recht daran
So richtig beschäftigten tu ich mich
Nur mit Dingen, die ich zu wenig kann.

Und immer dieses „Du musst!“
Ach, was ist das für eine Welt
Mir fehlt die Zeit für Lust
Und am Ende, ich bin es ja auch Leid: Geld.

Dienstag, 12. Januar 2016

Kapitalismus

Ich will den Kapitalismus nicht mehr verändern. ich will ihn überwinden.

(Er muss überwunden werden. Er ist wie ein Flickenteppich, der sich mit seinen Feinden ergänzt und erweitert und sie so von ihrer Emanzipation entfremdet.)

(Die Probleme des Kapitalismus können nicht mit fremden Ideen beseitigt werden, in dem Mensch diese Konzepte auf marktwirtschaftliche Konzepte überträgt)

(Aus Konkurrenz entstehen Ängste, aus Ängsten entseht irrationales Denken, ergo Ängste treiben Rassismus voran, Konkurrenz treibt Rassismus voran.)

(Schönere Kleider schaffen Konkurrenz nicht ab, sie helfen mir mich in der Konkurrenz wohl zu fühlen. Wir ändern die Farben, sonst ändert sich nichts.)

(Wir haben die Wahl zwischen Kapitalismus und Kapitalismus, in Braun, in Blau, in Schwarz, in Grün und dank der schöneren Kleider auch in Rot. Und sie beschweren sich, wir seien gegen Demokratie? Ich sehe sie nicht.)








"Wenn das Wasser endlich mit befreiter
Stärke seine eigne Sach treibt." - B.B.