hey, ich glaube ich hab gar nicht Bescheid gesagt: Seit zwei Wochen bin ich in Nepal und bleibe auch noch weitere zwei Wochen. In dieser Zeit werde ich nichts posten, aber habe jetzt schon viel geschrieben, also kommen ab dem 4.10 neue Posts. Ich hoffe ihr habt auch alle eine schöne Zeit und vergesst meinen Blog nicht. ;)
Mit liebsten Grüßen
Jan
Samstag, 19. September 2015
Donnerstag, 3. September 2015
Teil 1.4
So stand ich nun also in dem Gang. Das einzige aber nur schwache Licht kam aus den Türfenstern am Ende des linken Flügels, während rechts eine Treppe zu weiteren Arbeits-, Produktions- und Lagerräumen führte. Ich war dankbar für das von außen kommende innen alles bläulich erhellende Mondlicht, das mich wenigstens meine Hand, zwar wie durch Nebel, aber immerhin silhouettenhaft vor den Augen erkennen ließ. Nähme man den Ton einfach fort, entfernte man also die von außen kommenden Schreie, Rufe und Sirenen, ergäbe die Szenerie sicher ein schönes Titelbild zu Eichendorfs Mondnacht.
Ich schlich mich also den Gang herunter Richtung Tür. Alles so leer, so verlassen, nur draußen, hinter einer einzigen Wand erklang das laute Getrampel und die Rufe. Mich beschlich langsam ein ungutes Gefühl. Wieso war hier noch niemand? Es müsste doch bekannt sein, in welchem Gebäude der Alarm ausgelöst wurde… Und doch, hier drinnen? Alles leer. Alles leer.
Ich wollte gerade die Tür nach außen öffnen, meine rechte Hand lag schon auf dem kalten Stahl des Henkels mein Rücken schützend an die Wand gedrückt (was draußen geschah war nicht zu erkennen, dazu hingen die Fenster zu hoch) da packte mich ein Gedanke: Ich drehte mich wieder um, sprintete an der Wand entlang durch den Gang, die Treppe hinauf, immer mindestens zwei Stufen gleichzeitig nehmend und schaute aus einem Fenster auf den Platz vor der Tür, aus der ich eben fast aus Naivität blind geschritten wäre.
In zwei Halbkreisen standen Graue Männer mit Pistolen auf eben jene Tür gerichtet und weitere hunderte rannten über den Platz. Alles schien in heller Aufruhr: Bewegliche Flutlichter schienen über den kalten Betonboden zu rasen und über unzählige Lautsprecher wurden die Grauen Männer über den Platz und durch die dunklen Gänge zwischen den übrigen Gebäuden gejagt um mich zu suchen.
Mittwoch, 2. September 2015
Unsere Herren
Durch die Fenster scheint's noch matt
Als dahinter Menschen tanzen
Dunkel sind sie von Gestalt
Mit Hut, Kravatte Anorak
Kalt starren sie einander an
Und schärfer heimlich ihre Klingen
Der erste zückt sie hinterm Rücken
Die Klinge blitzt bald rot von blut
Und färbt das dunkle schwaz weiß rot
Ja das sind sie unsre Herren
Und drehen sich im Wasserrad
Doch was sie treibt das sind noch wir
Also stehenbleiben, aufhorchen Fäuste gen Himmel strecken
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